Ansichten


Die besondere Intensität des Erlebens in Zusammenhang mit BDSM erfordert ein Vertrauen, das man nur aufbauen kann, wenn die Verständigung über die wirklichen Wünsche gelingt. Gerade dort aber entstehen viele Probleme. Viele Menschen hören nicht richtig zu oder drücken nicht verständlich aus, was sie tatsächlich möchten. Sie haben einen „Wunschfilm“ im Kopf, davon – was sie gern hätten, dass es geschehen solle. Der Partner wird nur allzu oft und unbewusst zum Akteur in diesem Film. Steigt er aber aus der Rolle aus, kommt es zum Bruch in der Harmonie der Beziehung. Mindestens einer von beiden versteht dann die Welt nicht mehr. „Aber, du hast doch immer…“  „Kann sein, aber ich will jetzt nicht mehr…“

Andere Probleme entstehen durch den eigenen „inneren Dialog“ über sich selbst. Ist dieser negativ oder abwertend, gerade auch in bezug auf die SM-Neigung, gerät mancher schnell in eine destruktive Opferrolle.

Das Gefühl, nicht mit der Umwelt übereinzustimmen, als „pervers“ abgestempelt zu sein, kann zu  Angst, und  zum Gefühl der Isolation führen. Aber wir sind als Menschen nie fertig, sondern Lernende und daher veränderbar in unserem Denken, Handeln und Fühlen.

Ich bin davon überzeugt, dass es möglich ist,

– Verständigung zu verbessern oder überhaupt zu erlernen
– die eigenen „Glaubenssätze“  zu verändern, so dass erreichbare   Ziele   entstehen,
– mit der jeder Neigung, mit der man sich selbst und anderen nicht   schadet, glücklich zu sein.

Niemand ist berechtigt, Menschen zu verurteilen, nur weil sie eine andere Wahl getroffen, wie sie ihre Sexualität leben möchten.